Die Migräne-Schmeichler-Liste


Hier findest du meinen Artikel zur Migräne-Schmeichler-Liste- in Zusammenarbeit mit einem von Deutschlands beliebtesten Frauenmagazinen, der BRIGITTE. Des weiteren findest du zahlreiche Beispiele, was auf deiner persönlichen Liste stehen könnte! Lerne  verstehen, wie Schmerz in deinem Familiensystem wirken kann und was sich dagegen tun lässt.


Was bringt dir und deiner Familie die Migräne-Schmeichler-Liste?


Für den Betroffenen:

  • alles auf einen Blick parat, was dir bei einer Attacke helfen könnte. Du wirst dich so weniger hilflos fühlen
  • weniger Sorgen um die Familie nötig, denn diese weiß nun, was sie tun kann

 

Für das Umfeld:

  • klareres Bild davon, wie die Attacke sich für den Betroffenen anfühlt & mehr Verständnis für sein Verhalten
  • verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, wie sie aktiv helfen können

Also einfach Runterladen und Ausfüllen - binde dabei am Besten die ganze Familie mit ein und bespreche die Liste ganz transparent.


Beispiele für deine Migräne-Schmeichler-Liste


Hier findest du Beispiele, was alles auf deiner Migräne-Schmeichler-Liste landen könnte:

 

Licht: Beschreibe so konkret wie möglich, was dir helfen würde: Ist es eher D wie „Dunkelheit“ (ein komplett dunkler Raum ohne Lichtquelle) oder A wie „abgedunkelter Raum“? Je besser es beschrieben wird, umso einfacher kann deine Familie es nachvollziehen.

 

Getränke: Kaffee mit Zitrone? Kalte Cola? Stilles Wasser (auf keinen Fall sprudeliges, denn davon wird dir schlecht)? All das gehört auf deine Liste!

 

Entspannung: Leichte Atemübungen, progressive Muskelentspannungen oder geführte Meditationen helfen vielen Betroffenen. Je häufiger dies auch schon in schmerzfreien Zuständen praktiziert wird, umso hilfreicher ist dies während einer Migräneattacke. Denn dein Hirn greift auf die bereits gemachten positiven Erfahrungen zurück und dir fällt es leichter sich zu entspannen.

 

Farben: Das klingt ungewöhnlich, doch wenn du extrem lichtempfindlich während einer Migräne-Attacke bist, dann kann auch das strahlende Weiß der Bettwäsche schon zu viel sein. Auch kräftige, leuchtende Farben wie Orange könnten unangenehm sein.  „Dunkelblau“ wirkt dagegen eventuell beruhigend auf die Augen.

 

Essen: Der Geschmack von Waffeln erinnert dich an die Kindheit und schöne Stunden bei Oma? Großartig, schreibe es auf deine Liste! Muss es helfen- nein. Kann es helfen-ja! Alles was im Hirn beruhigende und angenehme Impulse auslöst, ist von Vorteil.

 

Musik/Geräusche: M wie „Meeresrauschen“ erinnert dich direkt an den letzten Urlaub? Als du dich so wunderbar entspannt hast? Dann sollte das unbedingt auf die Liste! Die Chance ist groß, dass dein Körper sich durch die Geräuschkulisse an diesen entspannten Zustand erinnert und diesen erneut abruft.

 

Gerüche: Kaum etwas sorgt für eine derartig prompte Reaktion in unserem Gehirn wie Gerüche. Positiv wie negativ. Überlege genau, welcher Duft dich nachhaltig entspannt oder dir Linderung verschafft. Lasse dabei Vorsicht walten. Bestimmte ätherische Öle können Kopfschmerzen sogar noch verstärken. Lavendel werden wiederum angstlösende Eigenschaften zugesprochen- ist aber nicht jedermanns Sache. Vielleicht hilft auch das T-Shirt deines Partners, das so wunderbar nach ihm duftet?

 

Lautstärke: L wie Leise oder ist es eher S wie Stille? Wie ruhig möchtest du es während einer Attacke haben?

 

Menschen: Gibt es Menschen, die dir während einer Attacke gut tun könnten- zb. wenn dein Kind leise zum kuscheln kommt- oder soll lieber keiner da sein (A wie „Alleinsein“)?

 

Haptische Reize: Sanfte Berührungen während einer Attacke können als angenehm empfunden werden oder als zusätzlich stressend.. Definiere deshalb auf der Migräne-Schmeichler-Liste ganz genau, welche Berührungen an welcher Körperstelle angenehm sind (zb. sanfte Massagen am Nacken oder Streicheln über den Rücken).

 

Temperatur: Der Klassiker für die meisten Migräne-Betroffenen lautet hier K wie „Kühlpack auf der Stirn“  oder auch auf den Augen. Aber auch das warme Körnerkissen im Nacken kann hilfreich sein.